“Es war richtig gut, sich persönlich mit unseren europäischen Zulieferern zu treffen. Wir haben so die Möglichkeit, diese Beziehungen weiterzuentwickeln und so unsere Geschäfte zu verbessern.” Andrew Morrison, technischer Einkäufer, Red Bull Technology, Großbritannien
“Wir treffen hier auf viele Leute, und man findet alle unter einem Dach. Ich denke, dass dies die beste und auch die wichtigste Messe für unserer Branche ist.” Vic Locke, Einkäufer für V8 & KERS-Projekte, Mercedes AMG High Performance Powertrains
Tony Robinson, einer der Gründer der PMWX, macht sich, am 19. Oktober 2012, daran, eines der legendärsten Rennen aller Zeiten zu bestreiten: La Carrera Panamericana. Er hofft, mit einem Jaguar MK 2 3,8 aus dem Jahr 1960, der für die Veranstaltung massiv überarbeitet wurde, doch im Wesentlichen der seinerzeitigen Rennversion entspricht, den Motorriesen aus Detroit Paroli bieten zu können. Verfolgen Sie die Blog-Updates Klicken Sie hier...
Gewinner: Xtrac – Instantaneous Gearchange System (IGS)
Das IGS ist ein rein mechanisches System, das sich in der Hauptwelle des Getriebes befindet. Beim Hoch- und Herunterschalten erlaubt das System dem Getriebe, den Gang einzulegen während der aktuelle Gang noch „drin“ ist. Dadurch, dass während des Schaltens so keine Zugkraft verloren geht, kann die Leistung des Fahrzeugs deutlich verbessert werden.
„Das System wurde im Motorsport entwickelt und wird schon seit einigen Jahren in Rennen genutzt“, bemerkt Cliff Hawkins, der Direktor für Entwicklungen bei Xtrac. „Aber IGS mag vielleicht besonders geeignet sein für die Entwicklung von Schaltgetrieben in einer neuen Ära von Elektrofahrzeugen, wegen der hohen Trägheitslasten des Elektromotors, es nicht möglich ist, herkömmliche Synchrongetriebe zu nutzen.“
Nominierungen
• Flybrid Systems – CFT KERS
• Magny-Cours motorsport companies – Race School-Hybridwagen
• Toyota Motorsport GmbH – TMG EV P001
• Xtrac – Instantaneous Gearchange System (IGS)
Beste Rennstrecke des Jahres: Buddh International Circuit
Am 30. Oktober 2011 brachte das jüngste Prachtstück der Formel 1 den Weltmeisterschafts-Motorsport zum ersten Mal nach Indien. Veranstaltungsort war die neue spektakuläre Rennstrecke ‚Buddh International Circuit‘, die ein Teil des Multisport-Komplexes ist, der am Standrand von Neu Delhi gebaut wurde. Tilke, ein Architekt, der regelmäßig für die Formel 1 arbeitet, hat die Rennstrecke für den Besitzer Jaypee Sports entworfen – mit besonderem Blickpunkt auf hohe Geschwindigkeiten, spannende Rennen und eine gute Zuschaueratmosphäre. Und die Veranstalter wurden am Renntag sowohl mit einer beeindruckenden Zuschauerzahl von 95.000 als auch mit Lob der Formel-1-Gemeinschaft belohnt.
„Vielen neue Formel-1-Strecken auf der ganzen Welt besitzen einen ausgezeichneten Standard, was die Gesamtausstattung angeht; allerdings fehlt es ihnen an Fantasie, wenn es um das Design der Strecke geht“, sagte Jurymitglied Gary Anderson von Status Grand Prix. „Buddh International allerdings hat dies gemeistert und ein ausgezeichnetes Streckenlayout geschaffen, das Fahrer, Techniker und Zuschauer gleichermaßen lieben. Und mit den entsprechenden Ausstattungen für großartige Veranstaltungen wird sich diese Rennstrecke zu einer der besten entwickeln.“
Nominierungen
• Rennstrecke „Streets of Baltimore“
• Buddh International Circuit
• Mugello Circuit
• Phoenix International Raceway
Beste Motorsporttechnik des Jahres: Racelogic – Predictive Lap-timing
„Wir freuen uns sehr, dass die Jury der PMW unseren vorausschauenden Rundenaufzeichner als ‚Technology of the Year‘ ausgezeichnet hat“, sagte Julian Thomas, leitender Direktor von Racelogic. „Schon bei den ersten Experimenten mit der vorausschauenden Rundenaufzeichnung mit Hilfe der GPS-Position wussten wir, dass wir etwas Großem auf der Spur waren. Wir haben noch nie eine so positive Reaktion bei Fahrern auf eine neue Technologie gesehen wie bei dieser. Rennfahrer lieben das Limit und dieses System scheint Ihnen einen Vorteil dabei zu verschaffen, nicht nur wahre Geschwindigkeit zu erlangen, sondern auch gleichmässig zu halten.“
„Diese Technologie steht für Innovation durch Austausch mit anderen Bereichen“, meinte Juroren-Mitglied Andrea Toso, technischer Direktor bei Dallara. „Racelogic war in der Lage, bewährte Technologie (GPS) zu verbinden und so eine Innovation hervorzubringen, um bestehende Bedürfnisse zu befriedigen. Viel zu oft sehen wir potenziell großartige Innovationen, die aber Bedürfnisse befriedigen, die nicht bestehen.“
Porsche besiegte seinen ebenfalls nominierten Konkurrenten Chevrolet und wurde als Erster mit der neuen Auszeichnung für ‚Vehicle Manufacturer of the Year‘ geehrt. „Porsche produziert auch weiterhin so viele maßgeschneiderte Kunden-Rennwagen wie kein anderer, und seine Marken-Meisterschaften auf der ganzen Welt boomen. Die Produkte von Porsche können sich auch heute noch mit denen der Rivalen messen und übertreffen diese sogar. So hat der GT3 RSR, der von Manthey gefahren wird, Erfolge im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2011 feiern können; während der GT3 R Hybrid, der im vergangenen Jahr eine PMW-Auszeichnung erhalten hat, seinen ersten richtigen Sieg in der VLN verbuchen konnte. Eine neue Version des 911 für die GTE–Rennen 2012 wurde gerade präsentiert, und die langerwartete Rückkehr von Porsche zur LMP1 wurde für 2014 zugesagt.
Bester Teamchef des Jahres: Sarah Fisher – Sarah Fisher Racing
Dem IndyCar-Team von Sarah Fisher stehen nicht die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung wie einigen der größeren Teams in dieser Kategorie. Tatsächlich ist es so, dass das Team 2011 nur ein sehr begrenztes Programm verfolgte. Aber die starke Leistung täuschte über ihr Budget hinweg. Fahrer Ed Carpenter führte beim Indy-500-Rennen im Mai einige Runden lang und sicherte seinem Team dann im Oktober den ersten IndyCar-Sieg beim 300-Meilen-Rennen auf dem Kentucky Speedway; und das nur wenigen Wochen, nachdem der Hauptsponsor des Teams verkündet hatte, seine finanzielle Unterstützung 2012 aufzugeben.
Die Jurymitglieder haben die großartigen Leistungen des Außenseiter-Teams sehr schnell erkannt. David Tremayne von Grand Prix+ und Jury-Mitglied, sagte dazu: „Wenn man seinen ersten Gewinn in einem Bereich mit so starker Konkurrenz wie den IndyCars feiern kann und das so kurz nachdem man seinen wichtigsten Sponsor verloren hat, und dann auch noch eine Baby dazukommt … Da brauch man schon eine Menge Leidenschaft, Entschlossenheit und den Willen, sich nicht entmutigen zu lassen. Hut ab, dass Sarah Fisher das alles gemeistert hat.“
Nominierungen
• Amato Ferrari – AF Corse
• Sarah Fisher – Sarah Fisher Racing
• Olivier Quesnel – Citroën Racing & Peugeot Sport
• Frank Wrathall – DynoJet Racing
Rennwagen des Jahres: Red Bull RB7 – Red Bull Racing
„Es ist eine fantastische Leistung und ein großes Privileg, diese prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten“, sagte Christian Horner, Teamleiter von Red Bull Racing, der sich per Videobotschaft für die Auszeichnung aus Abu Dhabi, wo er an Formel-1-Tests für junge Fahrer teilnahm, bedankte. „Wir verdanken den Erfolg der vergangenen Jahre allen Beteiligten. Das Team von Red Bull Racing und Red Bull Technology ist einfach großartig. Diese Auszeichnung ist der Beweis für ihre harte Arbeit, ihr Engagement und ihren Einsatz.“
Für die Jury war der RB7 der klare Gewinner dieser neuen Kategorie. „Gute Ideen werden in der Formel 1 sehr schnell kopiert, und deshalb ist, vor allem auch durch den dominierenden Vorgänger RB6, die Überlegenheit des RB7 Zeugnis dafür, dass das Red Bull-Team über viel Stärke verfügt“, kommentierte Charles Armstrong-Wilson, ein freiberuflicher Journalist im Motorsport. Jordi Riba, Leistungsingenieur bei Ocean Racing GP2, fügte hinzu: „Ich habe für den RB7 gestimmt, weil er die Vorherrschaft übernommen hat, aber auch weil wegen des innovativen Heckbereichs, dem KERS neben der Schaltung und der Zugstangenaufhängung.“
Nominierungen
• Audi R18 – Audi Sport
• Peugeot 908 – Peugeot Sport
• Red Bull RB7 – Red Bull Racing
Tourenwagen/GT-Wagen des Jahres : Ferrari 458 Italia
GT-Rennen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer der härtesten Motorsportdisziplinen entwickelt. Eine erstaunliche Anzahl von Herstellern hat neue Autos für diese Rennen produziert und bei vielen Meisterschaften macht es die Leistungsdichte für ein Design schwerer als je zuvor, die Konkurrenz regelmäßig zu schlagen. Für 2011 hatte Ferrari den 458 Italia vorgestellt. Der von Michelotto gebaute 458-Rennwagen ist ein regelmäßiger Gewinner von Rennen in GT3- und GTE-Wettbewerben und hat den AF Corse-Fahrern Francesco Castellacci und Federico Leo 2011 zum Titel bei der FIA European GT3 verholfen. Der Wagen wird Ferrari 2012 auch wieder in den USA vorwärts bringen –bei den Grand-Am-Rennen.
Nominierungen
• Ferrari 458 Italia
• Lotus Evora
• Mercedes-Benz SLS AMG
• Nissan GT-R
Rally Achievement des Jahres: Citroën Racing – DS3’s WRC dominance
Der Gewinner des WRC-Fahrertitels stand auch im Finale der Rally GB noch nicht genau fest, aber es gab keinen Zweifel am besten Auto der Saison. Der neue DS3 WRC von Citroën hat dieses Jahr mehr als drei Viertel aller WRC-Veranstaltungen gewonnen und hat damit an die Erfolge des auslaufenden C4 in dieser Klasse angeschlossen, und zwar auf Schotter und auf Asphalt. Diese Leistung stach klar hervor und hat den Gewinn der ersten Auszeichnung als ‚Rally Achievement of the Year‘ auf der PMW Expo garantiert.
„Es ist großartig, diese Auszeichnung zu erhalten“, sagte Sven Smeets, Teammanager bei Citroën Racing (abgebildet, mit Weltmeister-Copilot Daniel Elena). „Dies ist das erste Jahr für den DS3 WRC von Citroën und trotzdem hat er bereits beide Rallye-Weltmeisterschaftstitel gewonnen. Wir sind sehr stolz und fühlen uns geehrt, diese Auszeichnung entgegennehmen zu können.“
Nominierungen
• Citroën Racing – DS3’s WRC-Erfolg
• M-Sport – Leidenschaft für den Rallyesport
• MINI WRC Team – Leistungsstarker Neuling
• Symtech – P-WRC- Auszeichnungen
Jüngsten Rallyefahrer des Jahres Großbritanniens: Matthew Thompson
Schon seit seinem 14. Lebensjahr nimmt Matthew Thompson an Wettbewerben teil und war somit der jüngste Besitzer einer MSA Rallye-Fahrerlizenz. Nun ist er – 2011 - volljährig geworden.
„Die Auszeichnung als ‚UK Young Rally Driver of the Year‘ zu gewinnen, ist der perfekte Abschluss eines großartigen Jahres“, sagte er. „Dieses Jahr war mein letztes in der Kick Energy Pirelli Junior 1000 Rallye-Meisterschaft, bei der ich Gesamtzweiter geworden bin. Es ist toll, diese Auszeichnung zu erhalten und ich möchte diese Möglichkeit gerne wahrnehmen, um allen zu danken, die mir geholfen und an mich geglaubt haben, und zwar nicht nur dieses Jahr sondern in allen drei Jahren, in denen ich an der Junior 1000 teilgenommen habe. Diese Auszeichnung wird mir bei den neuen Herausforderung für 2012 sehr weiterhelfen.“